Presseinformation

KFZ Tarif: Zweiter Warnstreiktag in Hannover – 350 Beschäftigte sind mit dabei

09.06.2021 | „Noch eine Schippe drauf legen“ – das galt am heutigen Tag bei dem zweiten zentralen Warnstreik der IG Metall Hannover im Kfz-Handwerk. 350 Beschäftigte des Audizentrums Hannover, des Autohaus Hentschel, von IVECO Nord, MAN Langenhagen, Mercedes Benz Langenhagen, dem Autohaus Senne und von Volkswagen Automobile Region Hannover, versammelten zum Warnstreik an der Vahrenwalder Straße, um für ihre berechtigten Forderungen einzutreten und ein klares Signal in Richtung der Arbeitgeber zu senden.

Als Redner traten Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Thadeus Mainka, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall Hannover, sowie Hubertus Dieh, Betriebsratsvorsitzender von Volkswagen Automobile Region Hannover und Mitglied der Verhandlungskommission auf.

Thorsten Gröger wies in seiner Rede die Verweigerung der Arbeitgeber ein Angebot zu unterbreiten ernegisch zurück:  „Das ist in normalen Zeiten schon inakzeptabel, aber in Krisen-Zeiten ist es auch noch unanständig! Doch ich sage in aller Deutlichkeit: Nicht mit uns. Wir werden nicht zulassen, dass die Arbeitgeber auf die Bremse treten oder gar den Rückwärtsgang einlegen.“

Thadeus Mainka verwies in seiner Rede darauf, dass die Arbeitgeber die Warnstreiks zu verantworten haben, „die Verweigerung der Arbeitgeber ist der Grund warum wir hier Heute stehen. In der Pandemie haben die Kolleginnen und Kollegen das Land am Laufen gehalten. Dass sie jetzt nach Einkommensverlusten durch Kurzarbeit auch noch die Krise mit einer Nullrunde bezahlen sollen, ist nicht hinnehmbar. Entweder Wir kriegen bei der Entgelterhöhung und der Wandlung von Geld in Zeit gemeinsam etwas hin, oder wir sehen uns auf der Straße wieder. Wir können Warnstreik hier in Hannover.“

Hubertus Dieh ging in seiner Rede auf die Forderungen nach besserer Ausbildungsqualität ein. „Wir brauchen ein attraktives KFZ Handwerk für die Fachkräfte von morgen und Weiterbildung für die Beschäftigten von heute. Wer an Bildung spart, verpasst die Zukunft. Nicht mit uns!“


Die nächste Tarifverhandlung in Niedersachen ist für den 14. Juni datiert. Die IG Metall fordert für die rund 52.000 Beschäftigten des Kfz-Handwerks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vier Prozent mehr Geld und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Ferner geht es in der laufenden Tarifrunde auch um die Forderung nach mehr selbstbestimmter Zeit – so sollen die Beschäftigten die Wahl zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit haben. Diese Wandlungsoption gibt es schon in anderen Branchen und die IG Metall setzt sich dafür ein, dass auch die Kolleginnen und Kollegen im Kfz-Handwerk diese Möglichkeit bekommen.

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