Ich bestimme deine Zukunft

Technik muss dem Menschen dienen!

Leichtbau- und sensitive Roboter ermöglichen Automatisierung in bisher undenkbaren Bereichen, führerlose Transportsysteme orientieren sich eigenständig im Raum, Anlagen lassen sich ganzheitlich fernüberwachen und Kleinserienteile kommen nicht vom Lieferanten, sondern aus dem 3-D Drucker.

All diese Technologien dürfen nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden, sondern dort, wo es für die Arbeit der Menschen sinnvoll ist. Dabei sind die  Chancen und Risiken abzuwägen:

Wer Industrie 4.0 realisieren will, braucht erfahrene Mitarbeiter/-innen, die ihre Prozesse kennen und wissen, wo sie eingreifen müssen.

Nur mit einer gut qualifizierten Belegschaft kann Technologie eingesetzt werden, die wir selbst überschauen, steuern und beherrschen können.

Mögliche Auswirkungen von Technikeinsatz, von der Datenbrille bis zur Logistikdrohne, müssen dargestellt werden – geschaut aus der Brille der Betroffenen: Risiken minimieren, Chancen nutzen!

Innovative Technologien sind das Eine – ihr Einsatz in einer getakteten Massenfertigung ist das Andere. Wir wollen, dass die Belegschaft mitbestimmen kann, welche Technologie wo Sinn macht.

Eine vernetzte, flexible Fertigung kann z.B. im Sinne der Menschen dafür genutzt werden, alternative Arbeitszeitmodelle in bisher schwierigen Bereichen einzusetzen.

Deutschland steht in Sachen Digitalisierung an einem industriellen und gesellschaftlichen Wendepunkt. Die Auswirkungen auf die Beschäftigten sind dabei noch nicht abschließend absehbar. Damit am Ende Technik dem Menschen dient, brauchen die Beschäftigten eine starke Stimme.

Weniger Ausbildungsplätze bei VWN

NEIN! – Wir akzeptieren keine Reduzierung von Ausbildungsplätzen bei VWN.“

Wir wollen nachhaltig mehr Auszubildende einstellen!

 

Wo kommen wir her?

2012 haben wir die Ausbildungszahlen bei Volkswagen für alle Standorte noch um ca. 16 Prozent erhöht und bilden derzeit pro Jahr mindestens 1.400 junge Menschen in allen Standorten aus.

Das Ziel ist es, an diesen Zahlen festzuhalten!

Wenn es nach dem Unternehmen geht, wird nur geschaut, was in den Chefetagen an Personal benötigt wird.

Es sollen nur noch „High Potentials“ und Studienabgänger eingestellt werden.

Doch wer sind dann die Menschen, die die Autos von morgen bauen?

Die menschliche Arbeitskraft in einem fahrzeugproduzierenden Unternehmen ist und bleibt nach wie vor der wichtigste Bestandteil und der Kern unserer Werke.

Wir brauchen weiterhin Facharbeiter/-innen und somit Schulabgänger/-innen, die eine Berufsausbildung in unseren Werken absolvieren, um nachhaltig die „Basis in der Belegschaft darzustellen“.

Die aktuelle Situation zeigt, dass wir in der Automobilindustrie vor einem Umbruch stehen oder uns derzeit genau darin befinden.

Das Thema Digitalisierung schreitet weiter voran und auch im Hinblick auf die Umstellung zur E-Mobilität sind Änderungen notwendig.

Es gibt keinen anderen Zeitpunkt als jetzt. In der Volkswagen AG werden mehr denn je gut ausgebildete Fachkräfte benötigt, um diese Herausforderungen zu meistern.

Unser Jugendmotto ist deshalb:

 

„Fight for the future- Ausbildung statt Aus mit Bildung!“

 

Es sollte weiterhin jungen Menschen in den Regionen der Volkswagen Standorte die Möglichkeit gegeben werden, eine Ausbildung bei Volkswagen zu machen.

Die Jugend wird gebraucht, um den Wandel in eine digitalisierte Zukunft nachhaltig zu besetzen. Somit kann man schnell auf neue Märkte und Produkte reagieren und ist weniger auf die Einstellung von externen Fachkräften angewiesen.

Zukunftsfähige Berufe brauchen eine bessere Personalplanung, um den Wandel von „Alt nach Neu“ früh genug gestalten zu können, so dass ein reibungsloser Übergang und Wissenstransfer stattfindet.

•      Stärkere Personalplanung – Zukunftsberufe

•      Fachkräfte selber ausbilden

•      Wandel in eine digitalisierte Zukunft nachhaltig mitgestalten

•      Jungen Menschen aus der Region anhand einer Berufsausbildung Chancen und  eine

 Perspektive ermöglichen

Hier gehts zum Video der IGM Jugend

Arbeit der Zukunft heißt auch: Überlastungen eindämmen!

 

Die Welt im 21. Jahrhundert ist schnell, komplex und stetig im Wandel.
Erschöpft, ausgepowert, überfordert oder ständig überdreht – viele Menschen klagen immer häufiger über Stress. Die Gründe dafür können in der Arbeitsorganisation, dem Leistungsdruck oder dem Betriebsklima liegen.

Um dem entgegen zu wirken, gibt es Haltelinien, die auch in einer zukünftigen Arbeitswelt gelten und gelebt werden müssen. Zum persönlichen Schutz der Beschäftigten:

       Im Arbeitszeitgesetz ist eine tägliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden und eine verpflichtende Ruhezeit von 11 Stunden verankert. Daran ist mit uns nicht zu rütteln! Zeit zur Erholung und für das eigene Familien-und Privatleben ist ein Muss.

       Unsere wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb ist tarifvertraglich geregelt. Um zukünftige Veränderungen in der Arbeitszeit muss gestritten werden!

       Mehrarbeit darf nicht zu einer Dauerbelastung führen und muss verbindlichen Regelungen zum Ausgleich, z.B. der Freizeitentnahme folgen. Hier nehmen wir als Betriebsräte unsere Schutz- und Gestaltungsmöglichkeiten war.

       Erholungszeiten im Arbeitsalltag sind wichtig: Pause ist Pause!

       Gleitzeit und mobiles Arbeiten sind erstrittene Instrumente, Anforderungen der neuen Arbeitswelt Gestaltung zu geben.

       Neue digitale Techniken, die etwa im Büro 4.0 Anwendung finden, sind im Interesse der Beschäftigten zu nutzen und nicht für eine weitere Leistungsverdichtung.

       Urlaubsentnahme ist ein wichtiges Instrument, um mal richtig abschalten zu können und neue Energie zu tanken, um den Herausforderungen des Arbeitsalltages gerecht zu werden.

 

o   Einhaltung der Arbeitszeiten

o   Nutzung von Erholungszeiten

o   Entlastungen ermöglichen

o   Neue Arbeitsformen im Interesse der Beschäftigten gestalten

 

Ansprechpartner bei weiteren Fragen sind eure zuständigen Betriebsräte

Hannover ist das Herz der Marke VWN!

 

Das Geld für neue Standorte und Produkte wurde in Hannover erwirtschaftet. Deshalb ist der Erhalt der Markenzentrale eine Kernforderung der Arbeitnehmervertretung. Daneben gibt es sachliche Gründe, warum die Fertigung in Hannover auch aus wirtschaftlichen Gründen Sinn macht:

 

      Im „Make or buy Committee“ (Eigenfertigung oder Kaufteil) werden Produkte nach wirtschaftlichen Kriterien für die deutschen Standorte entschieden. Dass z.B. für die Komponente in Hannover zuletzt die Fertigung des Aluminium Hilfsrahmens für den T7 entschieden wurde beweist, dass es sich auch finanziell lohnt, hier zu produzieren.

      Der California ist eines der profitabelsten Autos unserer Marke – und wird in Hannover gebaut! Übrigens mit einem geringen Automatisierungsgrad.

      Hohe Löhne schaffen gesamtgesellschaftlich hohe Lebensstandards z.B. im Gesundheitswesen. Nur dadurch sind hochausgestattete und teure Behördenfahrzeuge, die wir bauen und verkaufen können, finanzierbar. Autos kaufen keine Autos!

      Um Fabriken und Technik aufzubauen, braucht man Geld. Das setzten unsere Wettbewerber bereits ein. Um die Fabrik jedoch erfolgreich zu betreiben, ist eine qualifizierte und motivierte Belegschaft notwendig. Die haben wir in Hannover und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

 

Leider gilt aktuell: Irgendwer macht es irgendwie irgendwo immer billiger! Die IG Metall kämpft für die Angleichung weltweiter Lohnniveaus. Damit Innovation und Qualifizierung die Wettbewerbsvorteile sind und nicht Dumpinglöhne. Wir in Hannover beherrschen Komplexität und bauen für unsere Kunden maßgeschneiderte Lösungen!