150 Opfern des Nationalsozialismus wieder einen Namen geben

01.09.2020 | Kundgebung an der Nordpromenade des Maschsees und Gedenkveranstaltung am Ehrenfriedhof Maschseenordufer zum Antikriegstags am 01.09.2020.

Vor 81 Jahren am 01. September 1939 überfiel Nazideutschland Polen und löste mit dem 2. Weltkrieg die größte Katastrophe der Menschheit aus. Deshalb gedenken wir als IG Metall den Opfern des Nationalsozialismus.

Die IG Metall Jugend Hannover hat dieses Jahr am Maschseenordufer eine Kundgebung organisiert, um mit Abstandsregeln eine würdige Gedenkveranstaltung durchzuführen. Nach der Eröffnung durch den Gewerkschaftssekretär Björn Kallensee, hielt der DGB Stadtverbandsvorsitzende Nicola Lopopolo eine prägnante Ansprache. Im Anschluss führte die IG Metall Jugend Hannover zusammen mit dem Oberbürgermeister Belit Onay ihre Gedenkaktion durch. Dazu führte die IG Metall Jugend ein kurzes Gespräch mit Belit Onay durch. Außerdem wurde stellvertretend von Millionen Opfern des Nationalsozialismus, 150 ZwangsarbeiterInnen gedacht, die durch die Nationalsozialisten ermordet wurden. Dazu wurden weiße Rosen mit diesen Namen versehen und die KundgebungsteilnehmerInnen erhielten diese Rosen zum Gedenken.

Die RednerInnen verwiesen außerdem auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und in der Welt: der Angriff auf das Reichstagsgebäude am Samstag, täglicher Rassismus, Kriege auf der Welt, Faschisten und andere Antidemokraten, die unsere freie Gesellschaft bedrohen. All diese Entwicklungen zeigen, dass Geschichte sich wiederholen kann. Wir werden als MetallerInnen und als DemokratInnen alles dafür tun, dass sich der dunkelste Teil der Geschichte nicht wiederholt. Den Höhepunkt der Jugendaktion bildete eine Gesangseinlage durch Mitglieder des Ortsjugendausschusses mit dem Titel "Worldwide Beautiful". Mit diesem Titel verwies die IG Metall Jugend Hannover darauf, das wir alle gleich sind, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung wir sind.

Im Anschluss an die Kundgebung fand eine Gedenkveranstaltung im kleinem Kreis am Ehrenfriedhof Maschseenordufer statt. Bei dieser Veranstaltung hielten Dirk Schulze und Belit Onay Reden und wiesen auf die Wichtigkeit von Gedenkarbeit und aktueller Arbeit für eine friedliche Gesellschaft ohne Krieg und Faschismus hin.

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