Tarifverhandlung ohne Ergebnis

Warnstreik bei Schnellecke Hannover

24.02.2017 | In der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Schnellecke Logistics GmbH am Standort Hannover ist kein Ergebnis erzielt worden. Eine Lösung des Konflikts ist vorerst nicht in Sicht, da die Arbeitgeberseite einen Sonderweg durchsetzen will.

Die IG Metall hat deshalb die Beschäftigten zu einem zweistündigen Warnstreik am Morgen des 23. Februar 2017 aufgerufen. Die Kolleginnen und Kollegen haben ein deutliches Zeichen gesetzt und sich mit der Mehrheit der Frühschicht eindrucksvoll beteiligt.  

Die Arbeitsbedingungen im Logistikbereich sind weitgehend auf der Basis der Tarifverträge der AutoVision GmbH geregelt. Das betrifft sowohl den Standort Wolfsburg der Schnellecke Logistics GmbH als auch andere Unternehmen der Logistikbranche. Gültigkeit besitzt diese Regelung bereits ab dem 01.01.2018. Nach dem Willen der Arbeitgeber sollen die Bedingungen der AutoVision GmbH für die Beschäftigten am Standort Hannover erst ab dem 01.01.2019 gelten.

„Die Firma Schnellecke möchte für die Beschäftigten in Hannover einen Sonderweg gehen. Das ist eine Ungerechtigkeit, die wir nicht hinnehmen werden!“, sagt Sophie Bartholdy von der IG Metall Hannover.

Hinweis an die Redaktionen:
Volkswagen hat die Speditions- und Logistikbereiche in der Vergangenheit immer mehr ausgelagert. Dabei geht es um weitaus mehr, als um das einfache Verladen, Lagern oder Transportieren von Gütern. Die Dienstleister beschränken sich nicht darauf, Teile und Komponenten an die Werkshallen zu fahren. Die Angebotspalette der Logistiker umfasst klassische Aufgaben eines Produktionsbetriebs, wie Materiallager, Produktionsbelieferung und Konfektionierung bis hin zur Vormontage kompletter Komponenten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation, das Know-how, die Flexibilität und die Belastbarkeit der Beschäftigten aus der Kontraktlogistik.

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